
Samstag, 18.05.2002
Heute starten wir mit Air Canada Richtung Nova Scotia. Bei unserer Ankunft in Halifax regnet es in Strömen. Der Flughafen ist ca. 40 km von Downtown entfernt. Mit dem Taxi fahren wir in die Stadt; auf den ersten Blick ist Halifax nicht sehr einladend – aber welche Stadt ist das schon bei Regen?!
Wir wohnen am Rande von Downtown im Hotel Citadel und werden hier von einem supernetten Doorman im Schottenrock begrüßt. Sehr sympathisch – Sabrina ist begeistert und die Stadt wirkt auch gleich sympathischer. Da es regnet bleiben wir erst mal im Hotel und machen es uns gemütlich. Das Citadel hat einen Fitnessbereich und Pool. Zu Abend essen wir im Hotel, bei dem Wetter gehen wir nicht vor die Tür.
Sonntag, 19.05.2002
Wir haben noch einige Probleme mit der Zeitumstellung und sind sehr früh wach. Ein kritischer Blick aus dem Fenster und – es hat aufgehört zu regnen. Also auf in die Stadt zum Frühstück. Allerdings ist Sonntag und erst halb acht. Wirklich nicht die beste Zeit, um eine Stadt zu entdecken. Aber am Hafen finden wir einen Coffee-Shop, der rund um die Uhr geöffnet ist. Bei Muffins und Kaffee warten wir, dass die Stadt aufwacht und planen den Tag.
 | Der Erkundungsgang führt uns kreuz und quer durch Downtown und entlang der Harbourfront. Für’s Mittagessen finden wir O’Carrolls, einen schönen Irish Pub – und dann sind wir auch schon wieder müde. Schließlich ist zu Hause schon Schlafenszeit. |
Montag, 20.05.2002
Frisch und munter nach fast 15 Stunden Schlaf geht’s in die Stadt. Hier ist heute richtig viel los. So gefällt uns das schon besser.
Die bekannteste Sehenswürdigkeit in Halifax ist die Citadelle. Das ist ein schottisches Fort oberhalb der Stadt. Das ist unser erstes Ziel. In der Citadelle ist alles schottisch. Die Leute tragen schottische Tracht und überall hört man Dudelsackpfeifen. Täglich um 12.00 Uhr ist der ‚Noon-Gun‘, ein Schuss aus einer alten Kanone in Richtung Meer. Zwei „schottische“ Soldaten feuern pünktlich. |  |
Nach dem Besuch des Forts spazieren wir durch die Spring Garden Road. Das ist die Haupteinkaufsstrasse von Halifax. Hier liegt auch der Public Garden – ein sehr schön angelegter Park, der zum gemütlichen Verweilen einlädt.
Die Spring Garden Road führt uns weiter zu Harbourfront und wenn wir schon mal da sind, wollen wir auch den berühmten Pier 21 besuchen. Wenigstens heißt es, der Pier sei berühmt, schließlich gingen hier die ersten Siedler an Land. Der Weg zum Pier 21 ist endlos und vergeblich. Auch heute ist der Pier eine Anlegestelle für Schiffe. Heute liegt hier das Kreuzfahrtschiff ‚Rotterdam‘ und für die Passagiere findet in der Pier-Halle ein Flohmarkt mit Souveniers und Krimskrams statt. Das gefällt uns nicht wirklich und wir spazieren entlang der Harbourfront zurück in die Stadt.
Unterwegs kommen wir an der ‚Alexander-Keith-Brewery‘, der ältesten Brauerei der Stadt vorbei. Glücklicherweise entscheiden wir uns für eine Besichtigungstour durch die Brauerei. Und es ist wirklich keine langweilige Führung. Ganz im Gegenteil. Das ist richtig Programm. Wir starten in Alexander‘s altem Wohnzimmer und verschiedene seiner ehemaligen Weggefährten aus dem 19. Jahrhundert stellen uns Alexander und sein Leben vor. Den Mann nicht kennengelernt zu haben bedeutet wohl, etwas verpasst zu haben.
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In den Kellern der Brauerei gibt es eine Spelunke aus dem 19. Jahrhundert. Wir treffen hier authentische Gäste, die fröhliche Lieder singen und haben richtig viel Spaß. Zum Schluss schwören wir auf einen Krug Bier, nur noch Alexander Keith´s fine India Pearl Ale zu trinken. Lange hält Sabrina das nicht durch. |
An diesem Tag „testen“ wir noch zwei weitere Pubs – Halifax Ale House und The Old Triangle. Beides sehr schöne Pubs und im Gegensatz zu Uwe wird Sabrina Alexander’s Ale bereits untreu.
Dienstag, 21.05.2002
Heute starten wir unsere Rundreise. Wir holen unseren Mietwagen -ein Chevrolet-bei Hertz, direkt gegenüber vom Hotel, und los geht es entlang der Lighthouse Route. Westlich von Halifax stehen Leuchttürme ohne Ende.
 | Der erste ist Peggy´s Cove – der schönste sagt der Reiseführer. Eigentlich wollen wir erst gar nicht hin, aber wir entscheiden uns spontan doch dafür. Peggy´s Cove ist wirklich ein schöner kleiner Leuchtturm in herrlicher Landschaft. Im Leuchtturm befindet sich ein Postamt. Angeblich ist der Poststempel etwas ganz Besonderes, also schreiben wir natürlich auch Karten.
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Den nächsten Stop machen wir in Mahone Bay, ein schöner kleiner Ort. In einem Cafe gibt es den besten Kokoscremekuchen (O-Ton Sabrina).
Der nächste Ort ist Lunenburg – Kanada´s schönstes Dorf. Wer von der gegenüberliegenden Buchtseite auf Lunenburg schaut wird das bestätigen. Viele kleine bunte Häuser. Wir entscheiden sofort hier zu übernachten. Im Zentrum liegt dann auch gleich das Spinnaker‘s Inn. Die Inhaberin Christina Stubbs ist supernett und gibt uns Tipps für die Erkundung der Gegend. Von den vier Zimmern entscheiden wir uns für das mit einem großen antiken Bett und Fenster zum Hafen. Dinner haben wir im Grand Banker, einem schönen Fischlokal, auch direkt am Hafen. Glücklicherweise gibt es auch Nichtfischiges, denn wer Uwe‘s Homepage schon besucht hat, weiß, daß Sabrina keinen Fisch mag.
Mittwoch, 22.05.2002
Leider muss man sagen, dass der Kaffee, den wir die letzten Tage bekommen haben, nicht wirklich gut war. Aber ab heute wird alles besser: In nächster Nähe zum Spinnaker’s Inn entdecken wir eine Tim-Hortons-Filiale. Der Kaffee hier schmeckt fast wie richtiger Kaffee und es gibt frische und leckere Muffins in allen Variationen. Perfekt für das heutige Frühstück.
Nach dem Frühstück setzen wir unseren Weg in Richtung Westen fort. Wir kommen durch Shelbourne (ganz nett) und Liverpool (hält nicht, was der Name verspricht) und machen einige Stops an den Stränden. Nach einem kurzen Abstecher nach Cape Sable Islands, zu dem der Reiseführer rät, das uns allerdings nicht überzeugt, fahren wir weiter nach Yarmouth. Yarmouth ist nach Halifax die größte Stadt auf Nova Scotia und das Zentrum im Westen. Auf dem Weg ins Stadtzentrum kommen wir an riesigen Bau- und Supermärkten und Filialen aller möglichen Fastfoodketten vorbei. Das Zentrum selbst hat dann aber wieder den Charme einer Kleinstadt. Im Touristoffice wollen wir uns eine Übernachtung suchen. Die beiden Angestellten sind sehr hilfsbereit. Sie vermitteln uns ein B&B in der besten Lage - gleich gegenüber dem Touristoffice, direkt an der Mainstreet.
Im B&B Murraymanor begrüßt uns Dee Hart sehr herzlich. Nach Eintritt in das wunderschöne alte Haus lernen wir auch „King of the castle“ kennen - die Katze. Meine Frau ist begeistert – vielleicht weil die Katze genauso zufrieden und verschmust ist wie der Kater zuhause. Wir beziehen ein antikes Zimmer im ersten Stock.
Unser erster Weg in Yarmouth führt uns zu Tim Hortons, da weiss man, was man hat. Mit Kaffee und Muffins machen wir es uns an der Habourfront bequem. Weiter unten in der Mainstreet gibt es einen Christmas-Shop. Neben Kitsch „made in Germany“, gibt es auch Kunsthandwerk und Handarbeiten. Wir kaufen einen Schotten-Schneemann mit Nickelbrille für unseren Weihnachtsbaum.
Zum Dinner gehen wir zu “Rudder's Seafood Restaurant & Brew Pub“. Das Restaurant liegt direkt am Hafen mit Blick übers Meer. Uwe bestellt natürlich ein Seefoodgericht; Sabrina den klassischen Burger. Beides ist sehr lecker. Aber besonders lecker ist der Nachtisch.
Donnerstag, 23.05.2002
 | In Yarmouth beginnt der Evangeline Trail. Hier leben Arcadier - Siedler, die ursprünglich aus Frankreich kamen und heute noch französisch sprechen. Natürlich können sie auch englisch. Wäre ja sonst auch etwas schwierig. Die Kirchen der Arcadier sind mit arcadischen Fahnen - französische Flagge mit Stern – geschmückt und ihr ganzer Stolz. |
Weiter geht es auf direktem Weg nach Digby. Von Digby aus kann man Whale Watching Touren unternehmen. Leider sind zur Zeit noch keine Wale an dieser Küste unterwegs. Ansonsten hat Digby nicht viel zu bieten und wir fahren sofort weiter Richtung Wolfville. In Annapolis Royal machten wir einen Stop. Das kleine Städtchen ist wunderschön. Nach einem Spaziergang durch die Mainstreet lassen wir uns in einem Café nieder und geniessen heisse Schokolade und Kuchen.
Auf dem weiteren Weg nach Wolfville fahren wir über die Landstrasse und kommen immer wieder durch kleine schöne Orte. Wolfville gefällt uns sofort und wir nehmen den ersten Wegweiser von der Mainstreet zu einem B&B. Das Melwood B&B hat eine Veranda. Das nehmen wir! Und weil die Sonne scheint, machen wir es uns erst mal in einem Liegestuhl bequem. Nach der verdienten Pause spazieren wir durch den Ort und um 5.00 Uhr erklingt ein Glockenspiel vom Rathaus. Die Melodie ist die Deutsche Nationalhymne – so eine nette Begrüßung. Dinner haben wir auf der Terrasse des Paddy´s Pub & Rosie´s Restaurant.
Freitag, 24.05.2002
Wir haben ein ausgiebiges Frühstück zusammen mit unserer Gastgeberin und ihrem weiteren Gast Judy. Judy ist Studentin und besucht in Wolfville ein Seminar.
Nach dem Frühstück machen wir uns auf den langen Weg nach Cape Breton Island. Wir fahren auf direktem Weg Richtung Tatamagouch. Hier verläuft der Sunrise Trail der bekannt für Badestrände ist. Eigentlich wollen wir ja hier in Nova Scotia keinen Strandurlaub machen, aber ein bisschen im Sand liegen und faulenzen wäre schon schön. Von Tatamagouch aus versuchen wir ein nettes Plätzchen zu finden. Leider sind wir auf der Landstrasse etwas zu schnell unterwegs und machen die Bekanntschaft eines Deputies, der uns freundlich aber bestimmt auf Konsequenzen hinweist. Ab sofort sind wir verkehrstechnisch mehr als brav. Nach dem Schrecken muss schleunigst ein Strand her. Wir müssen uns erholen. Allerdings ist es schwierig, überhaupt ans Meer zu kommen – alles Privatgrundstücke. Kurz vor Pictou werden wir fündig und machen am Strand in der Sonne eine Pause.
Als Ziel für die nächste Übernachtung haben wir New Glasgow geplant. Vorher kommen wir noch durch Pictou. Pictou ist ein kleiner Ort mit einer kurzen Mainstreet. Das Besondere an dem Örtchen ist, dass hier die ersten schottischen Siedler an Land gingen. Hmm - war das nicht in Halifax? Im Hafen steht der Nachbau des ersten angekommenen Segelschiffes. |  |
Nahe dem Ortszentrum fällt uns sofort ein schönes einladendes B&B auf - das Willow House Inn. Hier bleiben wir heute. Ein freundlicher älterer Herr ist bei der Arbeit im Garten. Wir suchen uns das schönste Zimmer aus. Am Abend sind wir im Restaurant gegenüber. In gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre haben wir ein hervorragendes Dinner.
Samstag, 25.05.2002
In dem B&B sind wir die einzigen Gäste und als wir in den Frühstücksraum kommen, erwartet uns unser Gastgeber bereits. Er hat sich extra eine Krawatte umgebunden – wir sind richtig gerührt. Beim Frühstück werden wir rundum gut versorgt.
Wir fahren weiter und kommen durch New Glasgow. Gut, dass wir nicht hier übernachtet haben. Die Stadt gefällt uns überhaupt nicht – der Name alleine macht es eben auch nicht. Also fahren wir kurzerhand auf den Highway und direkt nach Cape Breton Island.
Über eine Brücke erreichen wir die Insel. Unmittelbar hinter der Brücke ist das Touristoffice.Wir sammeln an Infomaterial alles ein, was uns interessant und wichtig erscheint und fahren weiter Richtung Cheticamp, wo „Whale Watching“ angeboten wird. Wir entscheiden uns für den Weg durchs Landesinnere. Es stürmt und an den großen Seen, an denen wir vorbeikommen, hat man das Gefühl man steht direkt am Meer, wenn man die Wellen auf sich zukommen sieht. Wir erreichen Cheticamp. Am Hafen haben alle Büros der „Whale Watching“ Veranstalter geschlossen. So war das nicht geplant. Ein Veranstalter verweist auf sein Büro im Ort. Dort erfahren wir, daß zwar Wale unterwegs sind, es derzeit aber zu windig ist, um hinauszufahren. Eventuell besteht die Möglichkeit am Nachmittag. Wir hoffen das Beste.
Cheticamp ist der letzte große Ort vor dem Cape Breton Islands Nationalpark und entsprechend touristisch erschlossen. Heute ist er nicht besonders belebt, was aber nach Auskunft daran liegt, daß die Saison noch nicht begonnen hat. Die beginnt exakt am 1.Juni. Nicht früher und nicht später. Und das bekommen wir noch einige Male zu spüren.Von den vielen Motels sind einige noch geschlossen. Wir quartieren uns im Laurie’s ein. Nichts besonderes aber in Ordnung.Unsere „Whale-Watching-Tour“ am Nachmittag fällt wegen des Windes leider aus, aber wir geben nicht auf. Schließlich macht uns der Veranstalter begründete Hoffnung für den nächsten Morgen. Es soll weniger windig und dafür sonnig sein; und wir sind guter Dinge. Zum Abendessen gehen wir ins „The Harbour“ – ein sehr schönes Restaurant mit Blick aufs Meer. Am Nachbartisch sitzen 4 deutsche Touristen, die mehr als unangenehm auffallen. Irgendwo muss der Ruf ja herkommen. Wir versuchen, uns nicht zu outen. PS: Der warme Blaubeerkuchen ist sehr sehr lecker!
Sonntag, 26.05.2002
 | Nach dem obligatorischen Kaffee und dem glücklichmachenden Muffin bei Tim Hortons, besuchen wir wieder den „Whale Watching“ Veranstalter – und die Tour findet tatsächlich statt. Zusammen mit einer deutschen Familie (nicht die von gestern abend!) besteigen wir das umgebaute Fischerboot und los geht es. Unser Guide Dorothee hält fleißig Ausschau nach den Walen. |
Entgegen der Erwartung, dass wir auf dem Boot spazieren fahren und die Wale fröhlich um uns herumschwimmen, müssen wir uns auf die Suche machen und Ausschau halten. Der Kapitän verpaßt uns einen Crashkurs in Walkunde, d.h. er zeigt uns ein Poster mit den verschiedenen Arten, damit wir auch wissen, was wir sehen, wenn wir etwas sehen, und dann spähen wir in die Ferne. Das ist ganz schön anstrengend und die Wale machen es uns nicht leicht. Drei Stunden sind wir die Küste entlang geschippert und haben immerhin einige Minkeewale beim Tauchen entdeckt und aus der Ferne sogar die Fontänen einer Orka-Familie bewundern können. Schon beeindruckend.
Nach der Tour gehen wir zum Lunch in ein Arcadisches Restaurant bevor wir in den Cape Breton Highlands Nationalpark fahren. Der Park ist richtig groß und ist eigentlich die Nordspitze von Cape Breton. Am Eingang zum Nationalpark erkundigen wir uns erst einmal, wo wir die meisten Tiere treffen können. Es soll Bären, Elche, Bieber, und viele mehr geben.
Ausgerüstet mit einer Übersichts- und Wanderkarte des Parks, in der verschiedene Wege mit verschiedenen Themenschwerpunkten eingezeichnet sind, machen wir uns mit unserem Auto auf den Weg. Die Strasse führt uns entlang des Steilhanges und die Landschaft ist wunderschön. Wir halten an dem Rundweg, an dem es gemäß Empfehlung die meisten Tiere geben soll. Laut Karte kann man ihn in 4 Stunden ablaufen. Da wir keine Wandervögel sind, machen wir uns mit dem Ziel „nur mal gucken“ auf den Weg. Der Weg führt durch eine schöne Landschaft; Tiere sind allerdings nicht zu sehen, wobei wir gar nicht sicher sind, ob es uns so gefallen würden, einem Elch oder Bären Auge in Auge gegenüberzustehen. Nach einer Stunde kehren wir um und laufen zurück. Gelohnt hat sich der Spaziergang aber auf jeden Fall.
Am 800 m kurzen Mini-Rundweg halten wir noch mal, hier sollen Elche wohnen; aber auch hier haben wir leider keinen Erfolg.
Wir verlassen den Nationalpark und machen uns auf die Suche nach einer Unterkunft. Direkt hinter dem Ausgang liegt Ingonish, das als Touri-Ort beschrieben ist. Ingonish erstreckt sich über einige Ortsteile und ist nicht besonders schön. Erst als wir den Bezirk wieder verlassen, fällt uns ein Haus mitten in der Prärie auf. Die Farbe ist schon etwas abgeblättert, sodass wir erst vorbeifahren. Da jetzt aber erst mal kein größerer Ort kommt, drehen wir um........gute Entscheidung, denn das „The Castle Rock“ ist ein erstklassiges Country Inn. Wir bekommen ein Zimmer mit Blick über die Bucht. Das Restaurant hat ebenfalls Meerblick und ist als eines der besten in Kanada prämiert.
Montag, 27.05.2002
Der Tag könnte nicht besser anfangen. Beim Frühstück sehen wir vom Restaurant aus doch tatsächlich einen Elch, der auf einer Lichtung nahe dem Hotel genüsslich frühstückt.
Weiter geht es an den großen Seen der Insel entlang. In Iona gibt es das Highland Village, ein Landschaftsmuseum. Hier wird die Entwicklung der Lebensgewohnheiten der schottischen Einwanderer eindrucksvoll gezeigt. In den Häusern aus verschiedenen Jahren, beginnend mit einem Haus aus Steinblöcken - ein Raum mit Feuerstelle in der Mitte - und endend mit einem modernen Einfamilienhaus, empfängt uns immer ein historisch gekleideter „Bewohner“ und erzählt Geschichten aus der Geschichte Nova Scotia’s. Interessant und wieder etwas gelernt.
Weiter entlang der Seen geht es nach Sydney, der Hauptstadt Cape Bretons. Wir wollen hier eigentlich übernachten. Aber schon vom Highway aus sehen wir, dass Sydney eine große Industriestadt ist. Das gefällt uns nicht; also fahren wir weiter Richtung Louisbourg. In Louisbourg hatten sich seinerzeit die Franzosen breitgemacht und immer wieder gegen die Briten gekämpft. Die Franzosen bauten ein Fort, welches vor einigen Jahren inklusive des Ortes drumherum wieder aufgebaut wurde und jetzt ein lebendes Museum ist. Den ganzen Sommer über gibt es Darbietungen von und mit historischen „Bewohnern“ . Dummerweise fängt der Sommer wie gesagt erst am 1. Juni an. Wir quartieren uns im Cramberry Cove Inn ein. Das Haus ist sehr individuell eingerichtet und unsere Gastgeberin eine absolut herzliche Person.
Der Ort Louisbourg selbst hat weniger, nein eigentlich nichts zu bieten. Wir essen im „Fortress Inn“, was als eines der besten Restaurants des Ortes gilt. Es gibt allerdings auch nur zwei. Pizzerien und Fast-Food-Filialen nicht mitgerechnet.
Dienstag, 28.05.2002
Heute besuchen wir natürlich das Fort. Mit einem Guide können wir zumindest das Hauptgebäude besichtigen. In dem nachgebauten, historischen Ort dürfen wir uns leider nicht umsehen, weil er für den Sommer vorbereitet wird. Immerhin bekommen wir eine Idee von früheren Leben im Fort.
Nach einem kleinen Umweg über die „Isle Madame“ verlassen wir Cape Breton Island und fahren an die Südküste Nova Scotias. Hier gibt es viel Landschaft und wenige Menschen. Glücklicherweise hatten wir im Touristoffice am Eingang der Insel den Prospekt vom mitgenommen. Wir steuern das Inn direkt an. Es ist ein sehr schönes Haus, direkt am Meer gelegen. Wären hier nicht so unglaublich viele Mücken, würden wir gerne 2 Tage bleiben. Aber diese Tierchen sind wirklich lästig.
Beim Abendessen - hier gibt es das beste Salatdressing, das Sabrina jemals gegessen hat!- lernen wir ein Ehepaar aus Winnipeg und eine Frau aus Calgary kennen. Jim, unser Gastgeber und Koch, gesellt sich auch noch zu uns. Es wird ein wunderschöner Abend und wir reden über Kanada, Europa, Deutschland und die Welt. Von den Gästen aus Manitoba lernen wir, dass Winnipeg der Nabel der Welt ist und es dort Nichts gibt – außer Curlingbahnen. Dort spielen wohl alle 4 mal die Woche Curling „Eisstockschiessen“. Das finden sie superklasse, aber von Fussball haben sie keine Ahnung.
Mittwoch, 29.05.2002
Wir setzen unseren Weg entlang der Südküste fort. Hier sieht es aus, wie in den Prospekten, die für Kanada werben – schöne Buchten mit klarem, blauem Wasser, umrahmt von grünem Wald.
Der Reiseführer sagt, auf unserer Route kommen wir an Willy Krausch’s Fischräucherei vorbei. Da will Uwe hin. Wir kaufen also dort ein und Uwe genießt die geräucherte Zwischenmahlzeit am Ufer eines kleinen Sees.
Für Sabrina finden wir ein romantische Kaffeehaus, daß aber leider erst am 1. Juni öffnet. Es ist eben noch nicht Sommer in Nova Scotia.
Übernachten wollen wir im ‚Salmon River‘. Ein schönes –und teures – Inn an einem Fluss. Das rosa Badezimmer mit dem rosa Badeteppich, den rosa Handtücher und der rosa Seife hat uns zuerst ein wenig geschockt, aber man gewöhnt sich an alles. Die Frau unseres Gastgebers kommt aus dem Ruhrgebiet, ein deutsches Wort ist allerdings nicht aus ihr herauszubekommen.
Unser Gastgeber selbst hat lange in Quebec, unserer nächsten Station gelebt, und weiß einiges über die Stadt zu berichten.
Donnerstag, 30.05.2002
Heute haben wir nichts Rechtes vor. Der Flieger nach Quebec geht erst morgen, und wir sind eigentlich schon kurz vor Halifax. Da die Trails hauptsächlich an der Küste entlangführen, haben wir ein interessantes Fleckchen noch nicht gesehen. Und genau da fahren wir jetzt hin; ins Landesinnere im Westen.
Hier gibt riesige Flussbetten mit so einer Art Ebbe- und Flut-Phänomen. Als wir dort ankommen, ist gerade Ebbe. Aber die Flut ist bereits unterwegs. Man kann nämlich mit Schlauchbooten durch die schlammigen Flussbetten rasen – vornehmlich bei ansteigender Flut. Ganz schön feucht die Angelegenheit, aber die Leute finden es klasse. Uns ist das zu nass!
Übernachten möchten wir gerne in der Nähe des Flughafens, denn unser Flieger geht ziemlich früh. Wir finden ein B&B direkt in der Einflugschneise.
Das Wetter ist schön und wir können uns in den Garten setzen. Dort stehen Tisch und Stühle, umgeben von einem riesigen Moskitonetz. Und das ist gut so, denn sonst würden uns die Mücken wahrscheinlich auffressen.
Ebenfalls zu Gast in dem B&B ist ein Erdhörnchen, dass sich hier schon wie zu Hause fühlt.
Freitag, 31.05.2002
Heute verlassen wir Nova Scotia und reisen nach Quebec. Ein gesprächiger Taxifahrer bringt uns zum Hotel und macht bei der Gelegenheit gleich eine Sightseeing-Tour durch die Stadt mit uns, u.a. vorbei am Battlefields Park, auch Plaines of Abraham genannt, - früher das Schlachtfeld von Engländern und Franzosen. Unser Hotel - das Radisson SAS ist in unmittelbarer Nähe zum Stadtzentrum. Wir wohnen in einem der obersten Stockwerke und haben einen prima Ausblick.
Am Nachmittag beginnen wir die Stadt zu erkunden. Als erstes lokalisieren wir die nächste Tim- Hortons-Filiale, um unser Frühstück zu sichern. Aber Quebec ist eben eine Stadt und wir entdecken tatsächlich weitere Coffeeshops, deren Kaffee den Tim-Hortons-Kaffee um Längen schlägt.
Samstag, 01.06.2002
Heute wollen wir uns die Citadelle von Quebec ansehen. Das Fort liegt oberhalb der Stadt und zeugt von der turbulenten Geschichte Quebecs. Auch heute leben und wirken Soldaten in der Anlage. Ganz schön was los!
PS: Heute fängt der Sommer in Nova Scotia an!
Sonntag, 02.06.2002
Wie es sich in einer Stadt gehört, gibt es wunderbare Konkurrenzveranstaltungen zu Coffeeshops. In der St. Pierre Avenue suchen und finden wir ein gemütliches Frühstückscafè.
Hier gibt es tatsächlich eine Frühstücks-Speisekarte und man kann sogar ein gekochtes Ei und Obst bestellen. Herrlich! Jetzt erst einmal ein ausgiebiges Frühstück!
Gegen Mittag spazieren wir in die Stadt und sehen mal, welche Ausflüge das Touristoffice anbietet. Am Hafen treffen wir wieder die ‚Rotterdam‘, das Kreuzfahrtschiff, dass in Halifax am Pier 21 lag. Gegenüber des Kai‘s laden verschiedene Cafés zum Verweilen ein, aber wir entscheiden uns für eine Creperie, die wir in einer Seitenstrasse entdecken. Schließlich sind wir quasi in Frankreich. Und von Crepes verstehen die Franzosen etwas! Hier gibt es tatsächlich mehr als 100 verschiedene Sorten. Das ist wie Weihnachten und die Entscheidung fällt schwer!
Montag, 03.06.2002
Für heute haben wir einen Ausflug ins Umland gebucht. Gleich morgens geht es los. Eigentlich sind Busausflüge mit vielen anderen Touris nicht so unser Fall, aber manchmal ist es einfach praktischer.
Erster Stop ist die Ile d’Orléans, die durch eine Brücke mit Quebec-City verbunden ist. Sozusagen ein Vorort. Hier wohnen die betuchten Quebecer und es gibt eine bekannte Chocolaterie, deren Besuch leider nicht auf unserem Programm steht. Die Fahrt führt uns weiter zu einem Lädchen, in dem selbstgebackenes Brot und Ahornsirup zu probieren und natürlich zu kaufen ist. Genau das mögen wir an solchen Ausflügen nicht. Und was soll man im Urlaub mit einem frisch gebackenen Brot?
Nachdem unsere Mitfahrer versorgt sind, geht es weiter zur berühmten Basilika Sainte-Anne-de-Beaupré, eine der ältesten katholischen Basiliken Nordamerikas. Sie ist eine Pilgerstätte und Anziehungspunkt für erstaunlich viele Menschen. Darauf hat sich der Ort Beaupré natürlich eingestellt. Die Hauptstrasse ist mit Ikonen-Lädchen und Souvenirshops gepflastert.
Direkt nebenan ist das ‚Cyclorama‘ zu besichtigen. Das Cyclorama ist das größte Panorama der Welt.
Ein Rundbau, auf dessen Innenmauern den Besuchern mittels eines Bildes ein Eindruck des alten Jerusalem und der Kreuzigung Jesu geboten wird. Von einer Aussichtsplattform aus kann man mit einem Fernglas das Gemälde bestaunen. Ist schon beeindruckend.

Die letzte Station auf dem Rückweg nach Quebec sind die Montmorency Falls. Mit der Seilbahn oder dem Bus geht es nach oben. Über eine Hängebrücke in etwa 150 Metern Höhe kann man zur anderen Seite des Wasserfalls gelangen. Von der Brücke aus hat man einen herrlichen Blick über den St.Lawrence-River und die Ile d’Orléans. Das ist super und Sabrina macht tolle Bilder. Uwe ist die Angelegenheit zu wacklig; er übernimmt die Fotosession auf festem Boden. | |
Dienstag, 04.06.2002
Für heute haben wir nichts Besonderes geplant, außerdem regnet es. Also gehen wir erst einmal gemütlich frühstücken.
Wir entscheiden, heute die Fahrkarten für unsere für Donnerstag geplante Zugfahrt nach Montreal zu holen und spazieren zum Bahnhof – und der ist richtig schön historisch. Ein wunderschönes altes Gebäude in der modernen Hafengegend. Unsere anfänglichen Bedenken, uns im Bahnhof zurechtzufinden, verschwinden schnell, denn es gibt nur einen Fahrkartenschalter und 2 Gleise. Das ist einfach! |  |
Auf dem Weg durch den Hafen zieht es uns wieder in Richtung Creperie, die wir am Sonntag ja schon getestet haben. Leider ist sie heute geschlossen. Na dann, auf in die Altstadt.
Dort angekommen regnet es wieder etwas heftiger und wir flüchten in ein Museum. Das heißt, es ist wirklich ungemütlich draußen, denn um Museen machen wir normalerweise einen großen Bogen. Wir finden uns also im Museum der Stadt- und Landesgeschichte wieder. Nicht wirklich spannend – aber trocken!
Mittwoch, 05.06.2002
 | In Quebec steht sicher eins der schönsten Hotels der Fairmont-Kette. Das Chateau de Frontenac. Gebaut im Schlösschenstil trohnt es oberhalb der Altstadt. Gebaut wurde es anlässlich der ersten Bahnlinie durch Kanada. Der Gründer und Bauer der Zugstrecke hat an allen großen Haltestellen Hotels gebaut. Alle im gleichen –mondänen- Stil. Man gönnt sich ja sonst nichts. Tja und wie kann es anders sein? Dort wollten wir unbedingt übernachten. Da uns vier Nächte viel zu teuer waren, entschieden wir uns für eine Übernachtung zum Abschluss unseres Quebec-Aufenthaltes. Und heute ist es so weit. Stilgerecht lassen wir uns mit dem Taxi vom Radisson ins Chateau bringen – ca. 400 m Luftlinie. Allein die Lobby haut uns völlig um. Das ist wie im Film.
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Das Zimmer dagegen ist eher enttäuschend. Nicht die Einrichtung. Die ist absolut feudal. Antike Möbel, Marmorbad. Das Problem ist eher, dass wir zwar ein Fenster aber kein Tageslicht haben. Das Hotel ist dermaßen verschachtelt gebaut, dass viele Fenster einfach nur einen Blick auf die gegenüberliegende Wand geben. Wie schade. Nachmittags machen wir, begleitet von einem ‚historischen‘ Stubenmädchen eine Hotelführung. |  |
Lohnenswert ist unbedingt die Bar mit Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom und das Frühstücksbuffet. Doch dafür hätten wir hier nicht wohnen müssen.
Das Fazit ist, das Hotel ist fantastisch, aber das Geld für die Übernachtung hätten wir uns sparen können.
Donnerstag, 06.06.2002
Heute fahren wir mit dem Zug nach Montreal. Wir flitzen über die Gleise und sind innerhalb von 3 Stunden da. In Montreal angekommen entdecken wir unser Hotel fast direkt gegenüber vom Bahnhof. Wie praktisch, es nieselt nämlich.
Wir wohnen im Marriot und bekommen ein Zimmer im 13. Stock mit Blick auf Downtown. Das hätten wir nie erwartet. Schon gar nicht nach dem Chateau-Erlebnis. Der Ausblick ist absolut überwältigend. Abends spazieren wir noch ein wenig kreuz und quer durch die Stadt und nach einem leckeren Abendessen im Hotel fallen wir dann mit Blick auf Downtown ins Bett. | |
Freitag, 07.06.2002
Am kommenden Wochenende ist in Montreal das jährliche Formel1-Rennen. Die ganze Stadt steht Kopf. Rote Flaggen wohin man schaut und die Souvenirläden sind auf Formel1 umgerüstet und stehen ganz im Zeichen von Ferrari. Nun sind wir beide keine Formel1-Liebhaber, aber ansteckend ist die Atmosphäre schon.
 | Unser erstes Vorhaben (also eigentlich eher Sabrina’s) heißt Shoppen bzw. erkunden der Möglichkeiten. Der Reiseführer sagt, dass in Montreal, ähnlich wie in Toronto, die Shopping Mall’s unter der Stadt angelegt sind und genau da wollen wir hin! Aber wo ist der Eingang? Nach langer Suche finden wir einen Eingang direkt neben einer kleinen Kathedrale und auf geht’s in den Untergrund.
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Weil aber heute die Sonne scheint, ist es fast zu schade, sich den ganzen Tag unter der Stadt zu tummeln. Also wieder hinauf. Und da passiert es: Auf einer Rolltreppe, mit der wir in einem Kaufhaus in den ersten Stock fahren, fährt eine Frau mit einem Starbuck’s-Becher auf der anderen Seite nach unten. Unsere Lebensgeister sind schlagartig hellwach. Dazu muss man wissen: Starbuck’s ist unser absoluter LieblingsCoffee-Shop, weil es hier den leckersten Kaffee überhaupt gibt. Kennengelernt haben wir Starbuck’s in Toronto; hier gibt es praktisch an jeder Ecke einen. Das erwarteten wir natürlich auch in Quebec, aber dort war weit und breit keiner in Sicht.
Und jetzt hier: Ein dampfender Starbuck’s-Becher; das heißt, der Coffee-Shop muss ganz in der Nähe sein. Aber wo?? Natürlich ist es uns viel zu peinlich, zu fragen, also machen wir uns auf die Suche. Und suchen, und suchen... Nachdem wir kurz davor sind, bei der Konkurrenz einzukehren, sehen wir das ersehnte Logo im ersten Stock einer Buchhandlung. Ja wie soll man darauf kommen?! Nix wie hin – hmmmm lecker!
Glücklich und zufrieden stürzen wir uns nach Kaffee und Muffin ins Formel1-Fan-Getümmel.
Das Rennen ist zwar außerhalb der Stadt, aber Downtown ist voll im Fieber. Die Rennställe präsentieren sich und ihre Fahrzeuge mittendrin.
 | Eine der Hauptstrassen ist von Ferrari belegt. Fahrzeuge, Infomaterial, Anstecknadeln, T-Shirts, Poster und was das Fanherz sonst noch so begehrt, ist zu bestaunen und zu kaufen und hier ist es natürlich am vollsten.
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Mercedes-McLaren präsentiert sich stilvoll auf einem Platz mit Springbrunnen; die anderen verteilen sich in der Stadt. Für jeden gibt es ein Plätzchen und die Leute sind völlig aus dem Häuschen. Die Stadt ist eine einzige Party. |  |
Samstag, 08.06.2002
Heute ist unser letzter Tag und es ist höchste Zeit zum Einkaufen. Die erforderliche Orientierungsarbeit haben wir ja bereits am Freitag geleistet. Das macht vielleicht Spaß. Selbst Uwe, normalerweise nicht so begeistert vom Endlosshoppen, ist auch nach Stunden gut gelaunt.
Interessant ist dann noch das Koffer packen, denn auf so viel Gepäck waren wir gar nicht eingestellt. Aber wat mut dat mut und mit gut zureden geht auch der letzte Koffer zu.
Sonntag, 09.06.2002
Am späten Vormittag startet unser Flieger nach Frankfurt. Bye-bye Kanada, bis zum nächsten Mal.
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